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Guardianship: Jemand, der für einen da ist, bevor man ihn braucht

A brunette women with glasses in a black blouse is smiling into the camera Von Nina Slattery

Guardianship ist eins dieser Themen, die nicht mit spannenden Anekdoten oder ungewöhnlichen Fakten aufwarten, sondern vor allem eines tun: Bürokratische Voraussetzungen sicherstellen und Eltern beruhigen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist. Wer sich online auf die Suche macht, landet schnell in einem dichten Geflecht aus Informationen von Schulen, privaten Anbietern und Organisationen. Alle haben etwas zu sagen und oft klingt alles gleichzeitig wichtig und kompliziert.

Dabei ist der Kern eigentlich ganz einfach: Für einen Internatsaufenthalt in Großbritannien benötigt man einen Guardian. Und was bedeutet das nun?

Was ist ein Guardian ganz praktisch gedacht?

Ein “Educational Guardian” ist eine in Großbritannien ansässige Person oder Organisation, welche die Eltern vor Ort vertritt (in loco parentis). Es geht dabei vor allem um Verantwortung im Hintergrund: Betreuung, Sicherheit, Wohlergehen und um Erreichbarkeit, falls mal etwas passiert.

Warum braucht man überhaupt einen Guardian?

Britische Internate dürfen internationale Schüler nur aufnehmen, wenn ein Guardian benannt ist. Das ist gesetzlich geregelt und Teil des Safeguarding-Systems.

Der Guardian ist der Notfallkontakt bei Krankheit, Verletzung oder kurzfristigem Schulverweis. Oder anders gesagt: Jemand ist da, wenn die Eltern es nicht sein können.

Ein Beispiel aus dem Alltag: Ein Exeat-Wochenende steht an und alle Schüler müssen das Internat an diesem Wochenende verlassen. Doch der Flug wurde verschoben. Hier ist der Guardian die erste Anlaufstelle, damit der Schüler auf jeden Fall versorgt ist. 

Wer kann ein Guardian sein?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: 

Privatperson

  • muss Setted-Status oder British Citizenship haben.
  • muss in der Regel mindestens 25 Jahre alt sein.
  • darf nicht im Studium sein.
  • muss zuverlässig erreichbar (24/7) sein.
  • muss im Radius von zwei Stunden von der Schule wohnen.

Professionelle Guardian-Agentur

  • hat klare Abläufe, Notfallpläne und Erfahrung
  • unterhält normalerweise ein regionales Netzwerk aus Gastfamilien
  • ist anerkannt und akzeptiert von den Schulen

Wichtig: Nicht jede “nette Bekannte” erfüllt automatisch die Anforderungen der Schulen. Viele Internate verlangen offizielle Nachweise, Referenzen oder Zertifizierungen. 

Guardian-Paket: Was brauchen wir?

Nicht jede Familie benötigt denselben Umfang an Guardianship. Sie können entscheiden, ob Sie eine Betreuung während aller schulfreien Zeiten (von den großen Ferien bis zu Exeat-Wochenenden) brauchen, oder nur punktuelle Betreuung an einzelnen Exeat-Wochenenden. Viele unserer Familien entscheiden sich für einen Guardian, der formell auf dem Papier steht, weil sie viele organisatorischen Aspekte selbst regeln können. 

Hinzu kommt: Jüngere Kinder benötigen in der Regel deutlich mehr Unterstützung als ältere Jugendliche, die bereits selbstständig unterwegs sind. 

Wichtig ist daher, dass Sie, als Familie, für sich klar definieren, welchen tatsächlichen Bedarf es gibt und welches Guardianship-Modell zu Ihnen passt. Die meisten unserer Familien buchen einen Guardian, der hauptsächlich auf dem Papier steht. 

Kosten

Die Kosten hängen dabei sehr stark vom Modell ab und starten bei etwa £350 pro Term. Wir empfehlen daher immer, dass Sie die genauen Kosten direkt anfragen.

Wichtig zu wissen: Übernachtungen bei Gastfamilien, Transfers oder Sonderbetreuung werden meist zusätzlich berechnet. Ein genauer Blick ins Leistungspaket lohnt sich also.

Ab wann sollte man sich um einen Guardian kümmern?

Sobald das Platzangebot (Offer Letter) von der Schule vorliegt, muss man sich um den Guardian kümmern, da bereits bei Platzannahme und Vertragsunterzeichnung der Acceptance Form ein Guardian angegeben werden muss. 

Die Schulen prüfen, ob der genannte Guardian ihren Anforderungen entspricht. 

Unser Ansatz bei von Bülow

Wir arbeiten ausschließlich mit sorgfältig ausgewählten, zertifizierten Guardian-Partnern zusammen, die wir persönlich kennen und regelmäßig evaluieren: Studylinks und Pippa’s Guardians. 

In der Regel ist das First Response Guardianship Paket von Studylinks ausreichend. Und falls Ihr Kind in den Ferien nicht nach Hause fährt oder Sie eine persönliche Betreuung wünschen, können wir Ihnen Pippa’s Guardians empfehlen. 

Darüber hinaus bieten wir seit Kurzem auch einen eigenen First-Response-Guardian-Service an. Gerne beraten wir Sie persönlich zu passenden Lösungen, Abläufen und Kosten.

Es ist gut zu wissen, dass man jemanden an seiner Seite hat.

 

30 Jahre Erfahrung bei der Vermittlung britischer Internate

Seit über 30 Jahren begleiten wir Familien bei der Wahl des richtigen britischen Internats. Damit gehören wir zu den ersten und wenigen Agenturen, die sich ausschließlich auf dieses Feld spezialisiert haben. Unsere Erfahrung macht den Unterschied.

Warum das wichtig ist, erfahren Sie hier.

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