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18 June 2019
by Ferdinand Steinbeis


Englisches Internat im Fokus: Sevenoaks School, die All-Rounder IB Schule par excellence

Hello from sunny Oxfordshire,
Wir lieben die Zeit vor den Sommerferien. Das Wetter in England ist ausnahmsweise mal richtig gut und wir verbringen so viel Zeit wie möglich im Freien. Auch im Büro läuft alles allmählich etwas ruhiger, so dass wir endlich Zeit haben, mehr Internate als sonst zu besuchen.
Letzte Woche waren wir mal wieder an der Sevenoaks School. Dort sind wir immer besonders gerne zu Besuch. Das hat drei Gründe. Erstens ist Sevenoaks einfach eine tolle Schule, die seit vielen, vielen Jahren erstaunliche Erfolge mit dem International Baccalaureate (IB) erzielt und auch außerhalb des Klassenzimmers viel Spannendes zu bieten hat. Zweitens haben wir dort seit bereits über 20 Jahren ausschließlich glückliche, erfolgreiche Schüler untergebracht. Und drittens hat unser Geschäftsführer Ferdi Steinbeis in Sevenoaks sein IB gemacht und wird bei Besuchen dort immer ganz nostalgisch.
We love this place!
Sevenoaks auf der Karte
Das Setting
Sevenoaks School liegt in der Grafschaft Kent, 30 Minuten mit dem Zug von London. Dort liegt es am Rand der gemütlichen Stadt Sevenoaks, in fünf Minuten Gehweg zu den Restaurants, Cafes und Läden der dortigen High Street.
Schüler der höheren Jahrgänge haben freien Zugang zur Stadt und machen davon besonders in den Freistunden oder am Wochenende Gebrauch - Pizzaessen und Kinobesuche inklusive!
School House - hier wird Mathe unterrichtet
Die Nähe zu London ist natürlich ein klarer Vorteil. Die Schule bietet regelmäßig Ausflüge zu Theatervorstellungen, Konzerten oder Museen an. Aber Vorsicht: Das heißt noch lange nicht, dass hier jedes Wochenende Party in London angesagt ist! Ganz im Gegenteil – Sevenoaks hält sich beim Thema Ausgang in London ziemlich zurück und erlaubt diese Fahrten oft nur unter Aufsicht und an wenigen Wochenenden im Schuljahr.
Ein klares Highlight ist aber die Nähe der Schule zum wunderschönen Knole Park, einem 400-Hektar großen Landschaftsgarten, in dem die Internatsschüler am Wochenende Picknicks organisieren und sich vom intensiven Schulalltag mit Joggen oder Spaziergängen erholen.
Der Warteraum im Claridge House - hier warten die Kandidaten vor den Interviews!
Schul-Ethos und Atmosphäre
Sevenoaks School hat den ganz klar verdienten Ruf, eine akademisch erstklassige Schule zu sein. Dies und das sehr vielseitige, außerschulische Programm der Schule machen den Alltag in Sevenoaks ziemlich intensiv.
Unser Tour-Guide Ben, ein freundlicher, witziger Kölner, hat das auf prägnante Weise zusammengefasst: „Hier sind alle smart und arbeiten hart. Aber irgendwie schaffen es die meisten trotzdem noch, zusätzlich Geigenunterricht zu nehmen, am Wochenende Tennisturniere zu spielen oder sich am Debattierklub zu beteiligen. Oder gleich alle drei Sachen zu machen! Viel Energie zu haben, reicht da nicht allein. Man muss sehr gut organisiert und fokussiert sein."
Klingt beängstigend? Fanden wir auf jeden Fall!
Seen at Claridge House - this made us laugh!
Ben konnte uns aber beruhigen. Er erzählte uns von den unglaublich hilfsbereiten Lehrern, Tutoren, Sporttrainern und Hauseltern, die einem tagtäglich dabei helfen, Prioritäten zu setzen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dass dann auch mal die nächste Rolle im Theaterstück oder ein Bandauftritt flachfällt, gehört einfach mit dazu.
Zum Glück sind die Lehrer sehr pragmatisch, was Hausaufgaben anbelangt: Oft werden die nur verlangt, wenn ein Thema so kompliziert oder wichtig ist, dass sich eine weitere Beschäftigung damit wirklich nicht vermeiden lässt. Ansonsten vertraut man darauf, dass sich die Schüler den Stoff selbst aneignen.
Wir waren einen ganzen Tag in Sevenoaks, aßen dort zu Mittag, besuchten Klassen und einige sogenannte ‚activities' (dazu später mehr!). Irgendwie erwarteten wir gestresste, müde aussehende Schüler, die von einer Klasse zur nächsten hetzen. Keinesfalls! Alle machten einen ziemlich entspannten Eindruck und nahmen sich viel Zeit, mit uns zu sprechen – eine Schule mit hart arbeitenden, aber glücklichen Schülern.
Den Namen Sevenoaks verbindet man automatisch mit dem International Baccalaureate (IB). Es wird hier schon seit 35 Jahren unterrichtet. Seit die A-Levels vor 10 Jahren abgeschafft wurden, hat Sevenoaks mit fast 200 Schülern das größte IB-Kontingent in England. Das IB zieht natürlich ein sehr internationales Publikum an. Schüler aus über 40 Ländern machen Sevenoaks zu einer bunten, weltoffenen und enorm spannenden Schülergemeinschaft. Unser Tour-Guide Ben hat das so beschrieben: „Ich liebe es, dass meine Freunde aus der ganzen Welt stammen! Ich habe mir schon Zimmer mit Jungs aus Schweden, Ghana, Südkorea, Brasilien und natürlich England geteilt. Das ist super lustig und öffnet einem echt die Augen. Hier habe ich wirklich Freunde fürs Leben gewonnen und freue mich jetzt schon auf deren Hochzeiten".
Ein Blick auf das Geschichts-Department vom neuen Science and Technology Centre aus
Das Akademische
Hier zunächst ein paar ganz erstaunliche Fakten zum Jahr 2018:
  • 92% aller GCSE Prüfungsnoten waren die Note A (zum Vergleich: 50% mit Note A ist schon sehr, sehr gut!)
  • Im IB waren es im Schnitt 39 Punkte von 45 (zum Vergleich: 30 Punkte ist der Welt-Durchschnitt)
  • 24 Schüler erreichten die volle Punktzahl von 45 Punkten im IB
  • 20% der Schüler bekamen Plätze an den Universitäten Oxford und Cambridge angeboten
Das ist wirklich spektakulär. Somit ist Sevenoaks ganz klar eine DER Top IB-Schulen der Welt.
Das Haus der Direktorin links!
Wie aber schafft Sevenoaks das bloß?
Ganz klar, Sevenoaks hat besonders in Bezug auf Noten ausgesprochen hohe Ansprüche. Sehr gute Zeugnisse sind ein Muss. Zyniker würden nun behaupten, dass man mit bereits akademisch starken Schülern ja eh nur Bombenergebnisse erzielen kann.
After all, success breeds success, right?
Nicht ganz. Denn Sevenoaks gibt sich wirklich enorm viel Mühe, jeden Schüler so zu unterstützen, wie er/sie es braucht. Unser hauseigener Sevenoaks-Ehemaliger Ferdinand Steinbeis – der sicherlich kein Überflieger war, bevor er nach Sevenoaks kam – erinnert sich an die engagierten Lehrer, die jeden Tag bis 20 Uhr an der Schule blieben, Nachhilfeunterricht erteilten oder mit Schülern Probe-Interviews für Unibewerbungen machten. Diese Hilfsbereitschaft, Leidenschaft und Hingabe der Lehrer sind wirklich das Erfolgsrezept von Sevenoaks.
Das neue Science and Technology Centre
Bei unserem Besuch waren wir am allermeisten auf das neue Science and Technology Centre gespannt. Das Gebäude schimmerte uns schon von weitem entgegen mit seinen unübersehbaren roten, gelben und orangefarbenen Türrahmen. Im Centre selbst befinden sich 20 Labore, in denen Schüler in Teams experimentieren, sich neue, innovative Ideen überlegen und in die Praxis umsetzen. Unser erster Eindruck? Wir waren, um ehrlich zu sein, ein wenig enttäuscht von dem Mangel an Schülern „in action". Das Gebäude war bis auf eine Handvoll Schüler wie ausgestorben. Mit den 3-D Druckern hinter verschlossenen Glastüren ähnelte das Science and Technology Center eher einem Designmuseum als einem Innovativ-Labor.
Unleash those 3-D printers, Sevenoaks!
Das Science and Technology Centre - inside!
Das Science and Technology Centre - rather nice, isn't it?
...just would have been nice to have seen them in action!
Das außerschulische Programm
Die akademische Stärke von Sevenoaks ist weltweit bekannt. Das ist aber nur einer von vielen Faktoren, die das Internat so einmalig machen. Was außerhalb des Klassenzimmers stattfindet, ist nämlich mindestens genauso beeindruckend.
Das grossartige The Space!
Da wäre zum Beispiel das Musik- und Theaterangebot. Beides findet im großartigen The Space statt, einem wunderschönen, multifunktionellen Gebäudekomplex, der aus Sälen für Konzerte, Theateraufführungen und Kammermusik-Vorstellungen sowie einem Tonstudio und Übungsräumen besteht. Hier werden nicht nur alle möglichen kulturellen Veranstaltungen auf höchstem Niveau geboten, nein, nein. Hier stehen auch jede Woche über 700 Musikunterrichtsstunden auf dem Programm! Das Schulorchester, die Jazzband und der Gospel-Chor sind alle exzellent und geben regelmäßig in London Konzerte. Und die Theater-AG schafft es, pro Schuljahr mindestens zehn anspruchsvolle Inszenierungen auf die Bühne zu bringen.
Die Skulptur eines ehemaligen Sevenoaks-Schülers
Eher nicht so die Rampensau? Kein Problem! Mit über 100 Aktivitäten – vom Programmieren übers Taekwondo bis hin zum Stricken - ist hier wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Wir durften kurz einem Selbstverteidigungskurs zusehen, wo ein externer Trainer den Schülern auf sehr anschauliche Weise Handgriffe und Tricks beibrachte.
Tennis lies yonder...
Last but not least – der Sport. Dieser findet im atemberaubenden Sennocke Sports Center statt. Hier gibt es einen Pool mit Olympia-Maßen, Squashplätze, Indoor- und Outdoor Tennisplätze, ein nagelneues Fitnessstudio und die größte Sporthalle, die wir je an einem englischen Internat gesehen haben!
Die beliebtesten Sportarten sind Leichtathletik, Basketball, Cricket, Fußball, Golf, Hockey, Netzball, Segeln, Schießen, Squash, Schwimmen und Tennis.
Die Achillesferse von Sevenoaks ist momentan sicherlich der Teamsport. Die Schule konnte zwar dieses Schuljahr sehr vielversprechende Ergebnisse im Hockey und Netzball verzeichnen, aber andere IB Schulen wie das Wellington College, Ardingly School oder das Bradfield College haben hier schlichtweg mehr zu bieten. Auch hier hatte unser Tour-Guide Ben eine gute Erklärung: „In Sevenoaks hat nun mal Schule Vorrang. Somit ist es auch schwierig, wettbewerbsfähige Teams zu bilden, in denen alle Schüler ähnlich dazu motiviert sind, alles zu geben und auch mal ihre Bücher zur Seite zu legen. Dafür sind wir aber in Einzelsportarten wie Segeln sehr stark!"
Im IC, dem internationalen Internatshaus für Jungen
Das Boarding
350 der 1093 Schüler sind Internatschüler und sieben Tage in der Woche an der Schule. Sogenanntes Flexi-Boarding, wo Schüler nur einige Nächte an der Schule verbringen, gibt es nicht. Außerdem bietet Sevenoaks erst ab dem sogenannten Year 9 Boarding an, also der deutschen zehnten Klasse.
Die Oberstufe, hier 6th Form genannt, hat bei weitem die meisten Internatsschüler. Die beliebtesten Häuser sind das International Center (IC) für die Jungen und das Girls International House (GIH) für die Mädchen.
Da die Nachfrage nach Internatsplätzen ständig weiter steigt, werden zur Zeit zwei neue “boarding houses” gebaut.
Eines der Doppelzimmer im IC
Wir haben uns das IC angeschaut, ein typisches, praktisches, aber auch gemütliches Internatshaus, zwei Minuten von der Schule entfernt. Die meisten Jungen teilen sich hier ein Zimmer mit einem weiteren Schüler, wechseln aber jedes Trimester Zimmer und Mitbewohner. Das ist auch bei den Mädchen im GIH so.
Ben erzählte uns, dass die Internats- und Tagesschüler sehr gut integriert seien. Er habe sowohl enge Freunde unter den Internats- wie auch den Tagesschülern und besuche regelmäßig seine englischen Schulfreunde zuhause.
Thank you, Sevenoaks! We'll be back soon!
Die deutschen Schüler im IC ...(including our boss!)
Wie man sich in Sevenoaks bewirbt:
Die Schule nimmt nur Schüler in den Jahrgängen Y7, Y9 und Y12 auf.
Es gelten die folgenden Bewerbungsfristen:
Y7 – 1. September ein Jahr vor Beginn der Schulzeit in Sevenoaks
Y9 – 1. Oktober zwei Jahre vorher
6th Form – 1. August ein Jahr zuvor
Zwei sehr gute Zeugnisse mit Schnitt von wenigstens 1,5 sind essentiell für eine Bewerbung hier.
Bibliothek und Science and Technology Center
Ein paar Fakten zu Sevenoaks:
  • 1093 Schüler
  • 350 Interne
  • Eine Stunde vom Internationalen Flughafen Gatwick entfernt und 30 Minuten von London
  • Schulgeld für Internatsschüler/Trimester 2018/19: £13,488
  • Website: https://www.sevenoaksschool.org/
Noch Fragen?
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