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01 May 2019
by Ferdinand Steinbeis


The Essentials #3: Fünf Dinge, die Sie zu Internatebesuchen wissen sollten

Hallo wieder mal aus Oxfordshire!
Als Teil unserer Essentials Series, wollen wir Ihnen heute das Thema Schulbesuche vorstellen und Ihnen Tipps geben, wie man sich optimal darauf vorbereitet.
Bei unseren Beratungsgesprächen empfehlen wir unseren Familien immer, vor ihrer Entscheidung für eine bestimmte Schule, drei bis fünf Internate zu besuchen, die wir für das jeweilige Kind ausgesucht haben. Diese Besuche sind enorm wichtig. Eigentlich sind sie bei der ganzen Suche der wichtigste Faktor überhaupt!
Natürlich wissen wir aus unserer jahrzehntelangen Erfahrung, dass Familien diese Besuche als anstrengend empfinden. Das muss aber nicht so sein! Im Gegenteil: Mit ein bisschen Planung und Vorbereitung können die Besuche echt aufschlussreich, lohnenswert und sogar richtig nett werden!
Royal Hospital - die Kantine
Warum sind die Besuche so wichtig?
Erstens sehen Familien dabei Internate mit eigenen Augen. Eine Schule mag in einer Broschüre oder auf ihrer Website vielleicht attraktiv erscheinen. Wenn man dann aber persönlich vor Ort ist, merkt man oft schnell, dass sie – aus welchen Gründen auch immer- nicht die richtige Schule für das eigene Kind ist.
Zweitens können Familien durch die Besuche Vergleiche anstellen. Wenn man drei bis fünf verschiedene Schulen besichtigt, wird man in Bezug auf akademisches Niveau, außerschulische Aktivitäten, Atmosphäre, Standort usw. Ähnlichkeiten und Unterschiede feststellen. Ein Vergleich hilft dabei zu entscheiden, was normal ist, so dass eine Beurteilung am Ende leichter fällt.
Drittens erwarten die Schulen, dass sich Ihr Kind dort vorstellt. Sie wollen es ein wenig kennenlernen und mehr über seine Motivation, Interessen, Persönlichkeit und Englisch-Kenntnisse herausfinden. Kurz: Sie möchten wissen, ob das Kind zu ihnen passt. Das leuchtet ein, oder?
Lunch im Malvern College
Was können Sie erwarten?
Ein Schulbesuch dauert immer ungefähr zwei Stunden. Sie bekommen dabei eine Führung durch das Internat, meistens werden zwei Schüler dafür abgestellt. Die zeigen Ihnen die ganze Schule – angefangen bei den Unterkünften bis hin zur Kantine.
Nach der Tour haben Sie einen informellen Gesprächstermin bei der Schulleitung. Er dauert etwa eine halbe Stunde und Sie lernen dabei entweder den Direktor, Stellvertreter oder aber den für Neuaufnahmen zuständigen Fachbereichsleiter kennen.
Werkstatt des Design Departments im Malvern College
Wir möchten Ihnen jetzt fünf Vorschläge unterbreiten, die Ihnen dabei helfen sollen, möglichst erfolgreiche Schulbesuche zu erleben:
1) Relax!
Wir wissen genau, dass diese Schulbesuche nervenaufreibend sein können. Werden wir einen guten Eindruck machen? Ist das Englisch unseres Kindes gut genug, um ein richtiges Gespräch zu führen? Werden wir alles verstehen?
Wir wollen Ihnen dabei ein bisschen helfen:
Vergessen Sie nicht, dass Ihr Kind zu dem Vorstellungsgespräch eingeladen worden ist. Das schaffen nicht alle Kinder! Und wir wissen aus langer Erfahrung, dass die Chancen Ihres Kindes auf einen Platz dadurch auf über 50 Prozent gestiegen sind!
Es handelt sich hier NICHT um ein Interview. Nein, man will sich nur freundlich mit Ihnen und Ihrem Kind unterhalten. Wer auch immer Ihr Gesprächspartner ist, es geht nur darum herauszufinden, ob Ihr Kind in die Schulgemeinschaft passt, wie gut sein Englisch ist und ob es auch tatsächlich auf ein britisches Internat gehen will. Sie werden über den warmherzigen Empfang sehr überrascht sein, Auch Sie sollten dabei nicht vergessen, dass die Schulen ja auch auf neue Schüler angewiesen sind, also auch auf SIE!
Niemand erwartet perfektes Englisch. Die Schulen wissen genau, dass ihre Besucher aus dem Ausland kommen und keine englischen Muttersprachler sind. Sie stellen sich darauf auch entsprechend ein.
Zielscheiben für's Bogenschießen in Uppingham School
2) Trotzdem – bereiten Sie sich vor!
Um den bestmöglichen Eindruck zu hinterlassen und möglichst wenig Stress zu haben, bereitet man sich vor dem Besuch richtig vor. Wir wissen aus unserer langen Beratungstätigkeit, dass die Gespräche in vielen Fällen nach ein und dem selben Schema ablaufen.
Deshalb raten auch zu Folgendem:
a) Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind über seine akademischen Interessen sprechen kann. Die Schulen wollen immer wissen, welche Fächer Ihr Kind mag und welche nicht so sehr. Und warum!
b) Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind über seine außerschulischen Interessen reden kann: welche Hobbys hat es, was macht es in der Freizeit besonders gern und wie engagiert es sich sozial?
c) Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind gut begründen kann, warum es auf ein britisches Internat gehen will und was ihm an dieser speziellen Schule gut gefällt.
Am besten schreiben Sie und Ihr Kind sogar Wort für Wort auf, was es sagen will und lassen Sie es diese Sätze auswendig lernen. Das führt zu einem flüssigeren Gespräch und automatisch zu mehr Selbstvertrauen.
Auch sollten Sie sich zusammen vorher gute Fragen überlegen. Dadurch erfahren Sie mehr über die Schule und beeindrucken gleichzeitig Ihren Gesprächspartner.
Kontrabässe an der Royal Hospital School
3) Lassen Sie sich alles zeigen, was Sie interessiert
Der Besuch gibt Ihnen eine einmalige Chance sich alles genau anzusehen. Ergreifen Sie diese Chance! Falls Sie bei der Führung irgendetwas nicht gesehen haben, bitten Sie am Ende darum, dass man es Ihnen zeigt.
Auf jeden Fall sollten Sie darauf bestehen, dass Sie das Internatshaus besichtigen, das für Ihr Kind vorgesehen ist. Dort – und das ist sehr wichtig – sollten Sie darum bitten, die Hauseltern kennenzulernen! Diese spielen im künftigen Internatsleben Ihres Kindes eine sehr wichtige Rolle.
Bei der Führung müssen Sie Ihre Augen überall haben. Sehen die Schüler glücklich aus? Sind Lehrer und Mitarbeiter freundlich und hilfsbereit? Ist die Schule gepflegt? Haben Sie den Eindruck, sie ist übertrieben streng oder nicht streng genug?
Labormäntel am Denstone College
4) Erledigen Sie den Eingangstest erst nach dem Besuch
Manche Schulen fragen schon vor dem Besuch, ob Ihr Kind den Eingangstest noch am Tag der Besichtigung machen will. Wir raten davon ab. Warum?
Erstens, die Besuche sind schon so anstrengend genug. Ein Test macht das Ganze nur noch stressiger und führt vielleicht sogar dazu, dass Ihr Kind deshalb weniger gut abschneidet.
Zweitens, Sie wissen noch gar nicht, ob Ihr Kind überhaupt auf diese Schule gehen will. Warten Sie also erst einmal ab, bis das feststeht. Dadurch ersparen Sie sich und Ihrem Kind eine Menge Stress.
Drittens haben die meisten Schulen gar nichts dagegen, wenn der Test ein paar Tage nach dem Besuch erledigt wird.
Bibliothek des Cheltenham College
5) Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl
Nach Ihrer Reise überlegen Sie und Ihr Kind, welche Schule letztendlich in Frage kommt. Oft fällt diese Entscheidung ganz leicht, weil Sie und Ihr Kind sich bereits in eine bestimmte Schule verliebt haben.
Wir treffen aber immer wieder auch auf Familien, die angesichts der Auswahl an Schulen wie gelähmt sind. Das liegt oft daran, dass ihre Entscheidung vor allem nach rationalen Gesichtspunkten erfolgt: welche Schule hat die besten Prüfungsergebnisse? Welche den längsten Pool? Oder den schönsten Campus?
Unsr Rat klingt jetzt vielleicht erstmal merkwürdig, ja esoterisch: folgen Sie Ihrem Bauchgefühl! Denken Sie nicht allzu lange nach, sondern wählen Sie die Schule, an der Sie und Ihr Kind sich am Wohlsten gefühlt haben.
Wir hoffen, dass Ihnen diese Ratschläge etwas weiterhelfen. Bitte vergessen Sie nicht, dass wir Ihnen sowieso jederzeit gern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Anruf genügt – aber eine E-Mail natürlich auch.
Mit freundlichen Grüßen aus Oxford,
Ferdinand Steinbeis und das von Bülow Education Team

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