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Bülow Blog

Englische Internate und der Brexit - Ein Interview mit Sevenoaks School

Ferdinand Steinbeis

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Hello again!

Hier ist unser erstes Interview aus der Reihe "Englische Internate und der Brexit". 

Unser Geschäftsführer Ferdinand Steinbeis unterhielt sich hier mit Arabella Stuart. Sie ist in der renommierten IB-Schule Sevenoaks in Kent „Head of Admissions“, leitet also die Abteilung für Bewerbungen und Neu-Aufnahmen.

FS: Arabella,  wenn Sie sich zurückerinnern, wie würden Sie die Atmosphäre an der Sevenoaks School am Tag nach dem Brexit-Referendum beschreiben?

AS: Also, wir waren alle mindestens ein paar Wochen lang total schockiert. Dann hat sich allmählich eine große Bestürzung breit gemacht. Und die hält eigentlich immer noch an… man kann es nach wie vor kaum glauben.

Sie wissen ja, dass Sevenoaks zu den Schulen im UK gehört, die sehr international ausgerichtet sind. Wir haben Schüler aus 45 Ländern der Welt – Schüler, die unheimlich gern in diesem Land leben!

Und genau darauf legen wir großen Wert: Wir wollen sicherstellen, dass sich bei uns Schüler aus der ganzen Welt willkommen fühlen. Wir waren bisher spitze darin, Jugendliche aus der ganzen Welt für uns zu gewinnen und dabei wird es auch in Zukunft bleiben. Basta!

 

FS: Was wird sich denn nach Ihrem bisherigen Kenntnisstand durch das Brexit-Votum für Internate in Großbritannien allgemein und für Sevenoaks im Besonderen ändern?

AS: Also, ich bin sicher, dass sich alle anderen Schulen mit allen Kräften darum bemühen werden, interessierten Familien zu versichern, dass es sich bei uns immer noch um dieselben offenen, aufgeschlossenen und toleranten Schulen handelt, für die wir berühmt sind.

Einer der wenigen Vorteile ist natürlich der schwächere Wechselkurs des Pfundes. Davon können unsere ausländischen Familien jetzt wenigstens profitieren!

Aber wir hier in Sevenoaks haben inzwischen auch schon selbst auf das Votum reagiert und gewisse Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Zum Beispiel befasst sich unser Fachbereich für Hochschulausbildung jetzt verstärkt mit den Zulassungsbedingungen für Universitäten außerhalb Großbritanniens und der USA. Durch den Brexit und Donald Trump haben diese beiden Länder stark an ihrer Attraktivität für Studienbewerber eingebüßt. Wir haben deshalb beschlossen, uns intensiver über den Hochschulzugang in anderen Ländern zu informieren. Dazu gehört zum Beispiel auch die Frage, wie es damit in Deutschland aussieht, so dass wir deutsche Schüler, die nach dem Abschlussexamen in ihrer Heimat studieren möchten, künftig über den Zugang zu den besten Unis besser beraten können als bisher.

Eine weitere Maßnahme hat dagegen direkt mit uns hier zu tun. Wir haben beschlossen, zwei weitere Internatshäuser zu errichten, weil wir davon ausgehen, dass die Nachfrage nach Internatsplätzen hier in der Nachbarschaft ansteigen wird. In und um Sevenoaks herum leben sehr viele ausländische Familien. Einige von ihnen wollen jetzt in ihre Heimatländer zurückkehren, die Kinder aber weiter hier in die Schule gehen lassen. Damit es keine Engpässe gibt, werden wir also für zusätzliche Unterkünfte sorgen.

Ganz wichtig ist aber auch folgendes: Vor allem ich in meiner Rolle als Head of Admissions bin dafür verantwortlich, ständig ins Ausland zu reisen und die Familien dort zu beruhigen. Sie alle sollen jetzt wissen, dass sich Sevenoaks nicht verändert hat. Wir sind schließlich eine IB- Schule und haben den entsprechenden globalen Weltblick. Und dabei soll es auch bleiben! Genau deshalb fliege ich zum Beispiel demnächstauch nach China.

 

FS: Glauben Sie, dass es künftig eine Visumspflicht für EU-Schüler geben wird?

AS: ich persönlich habe davon noch nichts gehört. Und ich hoffe auch, dass es so weit nicht kommt. Aber wir würden unseren Familien natürlich bei dem ganzen Verfahren helfen. Darin haben wir ja schließlich jede Menge Erfahrung.

Aber wir haben in dieser Frage natürlich auch schon Kontakt zur Regierung aufgenommen und mit dem Parlamentsabgeordneten aus unserem Wahlkreis gesprochen. Außerdem sind wir gerade dabei, im nächsten Jahr hier in der Schule eine Brexit-Konferenz mit anderen Top-Internaten im Land zu organisieren. Dabei wird es natürlich in erster Linie um die Frage gehen, wie die Folgen des Brexit gemeinsam für alle Betroffenen gemildert werden können.

 

FS: Haben Sie jetzt schon einen Rat für diejenigen Familien parat, die sich eventuell um einen Internatsplatz im UK bemühen würden?

AS: Ich würde Ihnen raten, sich keine allzu großen Sorgen zu machen. Was uns betrifft, so hat sich wirklich GAR NICHTS geändert! In Sevenoaks bekommen alle Schüler nach wie vor eine fantastische Ausbildung an einem toleranten, aufgeschlossenen und globalen Ort, der auf die Zukunft ausgerichtet ist.

FS: Fällt Ihnen persönlich dazu noch ein passendes Schlusswort ein?

AS: Besuchen sie uns!